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7.3.2.5 "Hammer", "Hanging Man" und "Grabmal"

       Ein Sonnenschirm (Kerze Nr. 18 in Tab. 7.2.1) nach einer Abwärtsbewegung, der unter der Kurskurve steht - gleichgültig ob weiß oder schwarz -, wird als Hammer bezeichnet. Der Hammer hämmert den Kesselboden aus und damit auch den Boden der Kurse. Das Signal bedeutet das Ende der Konsolidierung des Abwärtstrends (Abb. 7.3.13-1).

Abbildung 7.3.13-1: Hammer am Beispiel von Kamps.

      Der Schatten sollte mindestens zweimal so lang sein wie der Körper der Kerze. Bei Kamps kaufen wir aufgrund des Hammers im Mai '99 bei Kursen um 13 €.
       Ein Sonnenschirm nach einer Aufwärtsbewegung, der über der Kurskurve steht, wird als Hanging Man bezeichnet. Wer bei dieser Formation Aktien kauft, kann sich auch gleich "erhängen" (Abb. 7.3.13-2).

Abbildung 7.3.13-2: Hanging Man am Beispiel von Hikari Tsushin.

     Weder Bar Chart Analyse noch Point & Figure Analyse würden einen Verkauf nahelegen, im Gegenteil: Das Kursbild würde so gedeutet, daß sich der Kursaufschwung fortsetzt. Im Februar 1999 verkaufen wir Hikari Tsushin aufgrund dieses Signals zum Höchstkurs von 230000 ¥.
       Beim Hanging Man ist der Schlußkurs der Periode nach einem Kurseinbruch wieder in der Nähe des Eröffnungskurses. Der Schlußkurs kann aber auch nach einer kräftigen Kurssteigerung wieder in die Nähe des Eröffnungskurses zurückfallen. Das könnte dann eine weiße Nerze mit einem sehr großen oberen Schatten sein. Solche Kerzen sind, wie schon unter 7.2 ausgeführt, schwach. Eine schwarze Kerze wäre ohnehin schwach. Sind Eröffnungs- und Schlußkurs gleich, so hat sich eine Säule gebildet (Kerze 23 auf S. 7.2.1). Solche Säulen bezeichnet man auch als Grabmal. Der Name weist darauf hin, daß der Kursaufschwung zu Ende ist (Abb. 7.3.13-3). Bei Bridgestone verkaufen wir aufgrund dieses Signals im Juli 1999 zu Kursen knapp unter 4000 ¥.

Abbildung 7.3.13-3: Grabmal am Beispiel von Bridgestone.

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