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5.2.2 Trendkanäle

     Häufig vollziehen sich Aufwärts- und Abwärtsbewegungen in gleichgroßen prozentualen Auf- und Abschwüngen. Verbindet man jeweils die Tiefstpunkte und die Höchstpunkte der Kurskurve miteinander, so kommt man zu einem Trendkanal. Solche Trendkanäle können für kurzfristige Spekulationen genutzt werden. Wenn sich nämlich gezeigt hat, daß sich Auf- und Abschwünge um einen bestimmten Prozentsatz des Kurses jeweils wiederholen, so kann man im Vertrauen darauf, daß der Kurs sich weiter im Trendkanal bewegt, an den Tiefpunkten kaufen und an den Hochpunkten verkaufen. Diese Strategie ist allerdings sehr riskant. Es gibt keine Regeln, nach denen sich bestimmen ließe, ob die Steilheit eines Trends gleichbleibend ist und ob sich der Trend überhaupt fortsetzt. In Abb. 5.2.5 ist ein Beispiel für eine geglückte Spekulation aufgrund eines Trendkanals dargestellt, in Abb. 5.2.6 ein Beispiel für eine mißglückte kurzfristige Spekulation.

Abbildung 5.2.5: Richtige Kauf- und Verkaufssignale zur kurzfristigen Spekulation aufgrund eines Trendkanals am Beispiel von Schering.

Abbildung 5.2.6: Falsches Kaufsignale zur kurzfristigen Spekulation aufgrund eines Trendkanals am Beispiel von Network Associates.

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