4.2 Trendlinien
Wenden des Gesamttrends des
Marktes kann man außer nach der Dow-Theorie und nach der Methode der gleitenden
Durchschnitte auch durch Trendlinien zu ermitteln versuchen. Bei Kursgraphiken
mit Zeitachse legt man eine Aufwärtstrendlinie von unten an die Kurskurve an,
indem man ein Tief mit einem höherliegenden Tief verbindet, Abwärtstrendlinien
legt man von oben an die Kurskurve an, indem man ein Hoch mit einem tieferliegenden
Hoch verbindet. Wird eine Aufwärtstrendlinie von der Kurskurve geschnitten,
so ist dies ein Zeichen für ein weiteres Nachgeben des Marktes, wird eine Abwärtstrendlinie
von der Kurskurve geschnitten, so ist dies ein Zeichen für eine beginnende Hausse.
Bei Point & Figure Charts zieht man von
dem Kästchen unterhalb des tiefsten Punktes des Charts ausgehend eine 45-Grad-Linie
nach oben oder von dem Kästchen oberhalb des höchsten Punktes ausgehend eine
45-Grad-Linie nach unten. Aus der abgebildeten Graphik des Dax von 1992 bis
2000 sieht man, dass sich gegen Ende 1998 ein Verkaufssignal aufgrund des Durchbruches
durch die 45°-Linie ergab. Der Kurs konnte sich jedoch schon bald erholen.
Die Einteilung in Widerstands- und Unterstüzungslinien mit Hilfe der 45°-Linien
erscheint recht willkürlich. Die von der Firma Triple
Top angebotene Lösung den Kursverlauf mit Hilfe von Widerstands- und
Unterstützungsniveaus zu analysieren ist wesentlich sinnvoller. Hierbei
werden die Kursbereiche, die während des Chartverlaufes öfters eingenommen
wurden oder in denen die Kurse länger verharrten auch als zukünftige
Widerstands- und Unterstützungsniveaus gesehen. Die länger zurückliegenden
Kursverläufe werden hierbei weniger stark gewichtet. In einer der zukünftigen
Versionen werden auch die Umsätze in die Bewertung der Niveaus mit
einfließen.

Abbildung 4.2.2: Trendprognose mit Hilfe von Trendlinien bei Point & Figure Charts - Dax. Triple Top