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2.4 Kerzencharts - Japanische Chartanalyse

       Wie bei einem Bar Chart werden auf der Abszisse die Zeit und auf der Ordinate die Kurse abgetragen. Die Kursbewegung vom Eröffnungs- zum Schlusskurs einer Periode (ein Tag oder eine Woche) wird als Rechteck eingetragen ("Körper" der Kerze). Die Spanne zwischen Höchst- und Tiefstkurs wird durch eine Linie nach oben und/oder nach unten markiert (Docht der Kerze oder auch "Schatten"). Ist der Schlusskurs größer als der Eröffnungskurs des Tages und sind sowohl Höchst- als auch Tiefstkurs vom Eröffnungs- und Schlusskurs verschieden, entsteht eine Kerze mit oberem und unterem Schatten. Die Verbindung zwischen dem Körper und dem Höchstkurs heißt "oberer Schatten". Die Verbindung zwischen dem Körper und dem Tiefstkurs heißt "unterer Schatten".
      Bei täglichem Eintrag entsteht das Rechteck mit den beiden Linien durch vier Kurse: Eröffnungs-, Schluss-, Höchst- und Tiefstkurs des Tages (Abb. 2.4.1 links).

Abbildung 2.4.1: Japanische Kerzenchart, schwarzer und weißer Kerzenchart.

      Außer diesen vier Informationen enthält die einzelne Kerze eine weitere Information. Abhängig von der Richtung der Kursbewegung vom Eröffnungs- zum Schlusskurs des Tages (der Woche) ist die Kerze rot (hier stets weiß) oder schwarz. Ist der Eröffnungskurs des Tages niedriger als der Schlusskurs des Tages, so ist die Kerze rot, ansonsten schwarz (Abb. 2.4.1 rechts). Man erfährt durch die Farbe, in welche Richtung sich die Kurse bewegt haben. Als Beispiel für einen japanischen Chart ist der von Corel, einer Firma für Linuxsoftware, abgebildet (Abb. 2.4.2).

Abbildung 2.4.2: Chart von Corel

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