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4.3 Die Ertragswertmethode

     Die Ertragswertmethode (Barwertmethode mit der Stromgrösse Ertrag) ist die in Deutschland vorherrschende Methode zur Unternehmensbewertung4.9,4.10 . Zu ihrer Ermittlung werden die zukünftigen Nettoeinnahmen beziehungsweise -ausschüttungen, die den Eigentümer erwartungsgemäß zufliessen, mit einem risikoangepaßten Zinssatz diskontiert. 4.11

4.3.1 Der endliche Planungshorizont

    Das Planungskalkül der Ertragswertmethode berücksichtigt keinen Veräußerungswert. Die nachfolgende Formel ist nur eine Faktorabwandlung der Barwertmethode. Hierbei geht man ebenfalls von mehreren Phasen, in mit einem überschaubaren Zeitraum mit konstant wachsenden Entnahmeschätzungen und eine fernere Zukunft mit En aus.

EW     : Ertragwert des Unternehmens
: konstante wachsender Erwartungswert der Entnahmeverteilung E in der Periode t
i          : risikoloser Kalkulationszinsfuß
zt        : periodenabhängige Risikozuschlag in der Periode t
RWn: Restwert der Unternehmung nach Ablauf der Planungshorizontes zum Zeitpunkt t = n

4.3.2 Der unendliche Planungshoriront

Bei unendlichem Betrachtungszeitraum gilt analog 4.1.2.

     Bei identischen und impliziten Prämissen einzelner Verfahren berücksichtigenden Bedingungen ergibt sich nach allen DCF-Verfahren und nach der Ertragswertmethode derselbe Unternehmenswert.4.12 Kritik an diesem Ergebnis üben Kirsch und Krause, die in ihrem Aufsatz 4.13 der DCF den Vorzug vor der Ertragswertmethode gaben.

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